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Andersdenker

„Mit Sternenstaub in den Augen machte ich mein erstes Tape“ so beginnt nach Eigenaussage das „ehrlichste“ und vierte Album. „Ich hab mich nun endlich selbst gefunden – dieses Album ist 100%-Ich. Sicher waren meine Alben davor schon immer direkt aus meinen Gedanken – dennoch fehlte mir immer etwas. Ich hatte immer das Gefühl ich wollte am Ende es anderen doch irgendwo recht machen. Dieses Mal habe ich mich komplett nur auf mich konzentriert“ – entstanden ist ein Meisterwerk.

Silizium ist erwachsen geworden und weiß nun ganz genau, was er will. Der Sound ist klarer, die Beats transparenter man könnte meinen, nichts zeugt mehr von den doch alten Einflüssen, den Wurzeln. Gewohnt war man seither eine stark verzerrte Stimme mit viel Hall. Doch „Andersdenker“ überzeugt mit Professionalität der Produktion. Und einer glasklaren Stimme. Und tatsächlich sind alle Aufnahmen dieses Mal nicht wie seither üblich im Homestudio entstanden, sondern bei Sandy Solo, einem HipHop Produzent aus Heilbronn, der das Album auch in Zusammenarbeit mit Silizium abmischte. Gemastert wurde bei Kolja „Koltron“, der wiederum mehr in der Schwarzen Szene bekannt ist – die Mischung ist also wieder sehr präsent. Und wer genau hinhört, spürt noch immer die Wurzeln doch hat sich dieses Album nach oben gegraben – man könnte fast sagen: Ein stabiler Baum ist gewachsen und die Titel sind seine Früchte. „Andersdenker“ – so der Titel des Albums. Doch was ist ein Andersdenker? Interessant ist, dass es auf dem Album dazu keine direkte Antwort gibt. Man könnte es als extremen Seelenstriptees bezeichnen ohne das Es dabei in irgendeiner weiße lächerlich wirkt, schweigenden „schwach“ und „trostlos“. Es ist, wie ein guter Freund bei dem man Ratschläge sucht. Eine andere Sichtweiße. Ja vielleicht sogar eine Offenbarung und jeder kann jedes Lied ganz anders für sich interpretieren oder zur Seite legen. Und da haben wir es schon: „Anders“. Das Album weißt kein direktes Muster auf. Jedes Lied steht für sich und man spürt förmlich, wie sich jedes Wort nicht nur in das Herz einbrennt, sondern fast eine Selbstreflexion erlebter Tage und Gefühle erzeugt. Kino-Feeling – und man selbst ist die Hauptrolle. Selbstfindung, Ehrlichkeit, Emotionen, Stärke, Zweifel, Mut und sicher noch viele weitere Attribute lassen einen wahrlich Andersdenken.

Und vielleicht ist das auch der Grund für den Titel. Kein bestimmtes Lied, das namensprägend ist, sondern jede einzelne Sichtweiße und Situation in ihrer ganz eigenen Konstellation und Intensität – nicht nur beim Künstler selbst, sondern auch beim Zuhörer.
Das 17 Titel starke Album lässt viel Platz für Interpretation. Lyrisch stark. Es ist tatsächlich einfach anders. Ohne dabei zu fremd zu klingen.



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